Gili Trawangan
20 Sep
…oder Balis kleiner Bruder
Seit Donnerstag Abend bin ich nach einer 24-Stunden Reise nun wieder in der Heimat und war übers Wochenende auch gleich Mal auf Kurzurlaub in den Bergen (ja, das muss jedes Jahr sein). Abgesehen vom Kälteschock (hallo wir haben hier in Salzburg fast schon Winter!!) geht’s mir auch ziemlich gut. Nur dass ich mich jetzt wieder an das Alleinsein und den geordneten Verkehr gewöhnen muss…
Wie dem auch sei, vielleicht habt ihr schon meinen neuen Mini-Guide über Indonesien entdeckt. Dort schreib ich unter anderem über Gili Trawangan, also eine der drei kleinen Inseln, die sich zwischen Bali und Lombok befinden (eher neben Lombok). Dort haben meine Schwester und ihr Freund, C. und ich vor knapp zwei Wochen noch Sonnenschein und 30 Grad genossen.
Wir sind mit dem Schnellboot nach Gili gefahren, von einem Hafen im Süden von Bali. Das Schnellboot hat – nach knallharten Preisverhandlungen geführt von C. – eine Million Rupiah (ungefähr 80 Euro) pro Person gekostet. Nach nur zwei Stunden kamen wir dann im Paradies an: man stieg direkt an einem weißen Sandstrand in das türkisblaue Meer aus dem Boot aus. Zum Hotel sind wir mit einer Pferdekutsche gefahren, denn Autos und Mopeds gibt’s auf Gili (noch) keine. Wir haben im Hotel Villa Ombak gewohnt, eines der ältesten Hotels auf Gili Trawangan. Zu den Hotels auf Gili muss man sagen: aus der Dusche und dem Wasserhahn kommt Salzwasser. Frisches Süßwasser ist Mangelware auf der Insel, neben der Dusche steht aber meist eine große Vase (Wanne) mit frischem Wasser zum kurzen “sich Abspülen” nach dem Duschen.
Nach einem tollen Frühstück am nächsten Tag (endlich wieder Cornflakes!! xD) sind wir schnorcheln gegangen, auf das hatte ich mich schon lange gefreut. Mit einem Guide und einem Bootfahrer sind wir also zu sechst im Glasbodenboot auf, die Meereswelt zu erkunden. Und bis auf die Quallen, die hin und wieder neben mir schwammen, war es eine wunderschöne Erfahrung. Korallen, bunte Fische und Schildkröten in “freier Wildbahn” zu sehen war wirklich unglaublich schön. Neben C. schwamm eine riesige Schildkröte (die er aber erst nach Hinweis meiner Schwester bemerkt hatte…naja…C. schnorchelte ja auch praktisch blind mit seinen 3 Dioptrien :D ). Nach dem Schnorcheln hielten wir dann noch für zwei Stunden auf Gili Meno zum Baden.
Der Tag wurde dann mit Seafood und ein paar Cocktails in einem der netten Lokale an der “Hauptstraße” würdig beendet. Am Tag danach ging’s dann auch schon wieder zurück nach Bali, meine Schwester und ihr Freund fuhren schon früher, weil sie nach Ubud mussten, in ihrem Hotel einchecken. C. und ich hatten noch bis 3 Uhr nachmittags Zeit, also gingen wir den Tag langsam an und tranken leckeren Guave-Saft und aßen Brownies in einem supersüßen Café am Strand. Dass der Brownie dann dreißig Minuten später in der Spucktüte oder dem “Speibsackerl” – wie man auf Österreichisch so schön sagt – landen würde, ahnte ich da noch nicht….
Am Weg zurück nach Bali war nämlich ein derartiger Seegang, dass es unser Boot regelrecht hin und her “schleuderte”. Die Tabletten gegen Seekrankheit, die wir bekommen hatten, und meine Strategie, einen Punkt in der Ferne zu fixieren, erwiesen sich leider als erfolgslos. Erlöst von dieser Tortur wurden wir erst nach zwei Stunden bei der Ankunft in Bali. Also liebe Kinder, wenn ihr nach Gili fahrt (bzw. wieder zurück nach Bali), nehmt ein Boot am Vormittag! Da sind noch nicht so große Wellen. Glaubt mir, ihr wollt nicht dasselbe durchmachen wie ich :S .
Bilder zu Gili:
Im Hotel Villa Ombak:
Bungalow im Hotel Villa Ombak
Die “Hauptstraße” auf Gili Trawangan
Der leckere Schokobrownie mit Minz-Eiscreme
Wenn ihr also mal nach Bali kommt, dann fahrt auch nach Gili! Gili ist wirklich wunderschön, viel ruhiger als Bali und auf jeden Fall eine Reise wert! Wenn ich dran denk, dass ich vor zwei Wochen gerade dort war….hmm……
♥














































