Last days in Bali I
15 Sep
…oder Schwesterherz, Autopannen, Reisfelder und mehr
Die letzten Tage war wie fast immer ziemlich viel los, diesmal aber noch mehr, kamen nämlich vor nun schon über zwei Wochen meine Schwester und ihr Freund nach Bali. Ich hab mich darauf schon lange gefreut, denn ich habe meine Schwester im vergangenen Jahr nicht allzu oft gesehen (sie arbeitet im Ausland).
Sie kamen spät am Abend in Denpasar an und ich platze schon bevor wir los sind, sie abzuholen, vor Vorfreude (vor allem wegen der Schokolade, die sie mir mitbringen würden – ich leide hier an Schokoladenentzug!!). Was für eine liebe Schwester ich bin, habe ich extra noch Nudeln gekocht für den Fall, dass die zwei Hunger haben, und wollte mit C. vor dem Flughafen noch zum Moonlight-Cake Straßenstand unseres Vertrauens Moonlight-Cake einkaufen (superlecker! Den gibt’s aber nur in der Nacht zu kaufen). Am Weg dorthin machte das Auto komische Geräusche, die ich eigentlich versuchte zu ignorieren. C. stieg aus und was war – wir hatten einen Platten. Das war so klar. Gerade jetzt. Gerade heute. Soviel zu meinem perfekten Plan. Also noch mal zurück nach Hause, den Chaffeur von C.s Tante angerufen (ein sehr cooler Typ übrigens, mit Tattoos und langen Haaren und so). Reserverad war keines da, also mussten wir den Pick-Up von C.s Tante nehmen. Dass im Pick-Up höchstens drei Leute Platz haben und wir aber dann vier Leute sein werden, haben wir mal ganz dezent außer Acht gelassen.
Am Ende sind dann meine Schwester und ihr Freund hinter auf der “Ladefläche” gesessen und waren somit am ersten Abend schon eine Touristenattraktion. Es ist hier zwar sehr üblich, dass Leute hinten im Pick-Up sitzen (das sind hier auch die öffentlichen Verkehrsmittel, es gibt nämlich keine Busse), aber “Westler” auf der Ladefläche eines Pick-Ups sind schon etwas Exotisches. Meine Schwester und ihr Freund haben sich somit schon am ersten Abend brav an die örtliche Gewohnheiten angepasst, etwas das manchen Leuten (Expats – “Auswanderer” wie ein deutscher TV-Sender so schön dazu sagt) in mehreren Jahren nicht gelingt.
Am nächsten Tag ging’s dann nach Padang Padang (siehe vergangene Posts) und am Abend nach Tanah Lot. Tanah Lot ist ein “Meertempel”, in dem sich eine “heilige Schlange” befindet. Das Besondere an Tanah Lot ist, dass man nur bei Ebbe (hier immer am Nachmittag und Abend) den Tempel erreichen kann. Tanah Lot ist auch eine der touristischen Hochburgen Balis – Menschen von unterschiedlichster Herkunft strömen in Massen zum Tempel (das nimmt meiner Meinung nach schon fast chinesische Verhältnisse an). Die beste Zeit, Tanah Lot zu besichtigen, ist am späten Nachmittag, wenn die Sonne untergeht (so um 18.30 Uhr). Tja, wir haben den Sonnenuntergang um vielleicht 10 Minuten verpasst, und das nur, weil wir vorher essen waren und der Kellner dort auf mein Essen vergessen hatte (typisch für Balinesen, meinte C., “die sind ja so faul und langsam”) und wir somit länger warten mussten. Die Atmosphäre war trotzdem noch sehr schön, aber seht am besten selbst:
Am zweiten Tag haben wir für die zwei ein Auto ausgeliehen und sind dann, C. und ich im Pick-Up und die zwei im Mietauto, Richtung Zentralbali zu einem anderem Tempel (einer der hunderttausend hier auf Bali :D) gefahren. Kurz vor Ziel hat uns das Schicksal wieder eingeholt – das Mietauto hatte einen Platten. Bei den Straßen hier zwar kein Wunder, aber trotzdem….zwei Platten in zwei Tagen muss man auch mal schaffen :D .
Bilder zum Tempel:
Am Nachmittag sind wir dann weiter nach Jatiluwih, einem Ort, bekannt für seine schönen Reisfelder. Reisfelder gibt’s hier zwar überall, teilweise auch in der Stadt zwischen zwei Häusern, aber die Reisfelder in Jatiluwih sind wirklich wunderschön. Reisfelder haben für mich immer etwas Anziehendes, Faszinierendes, vielleicht, weil es sie bei uns nicht gibt. Ich kenne zwar mittlerweile schon alle Wachstumsstadien und Grüntöne von Reis, ich kann mich aber immer noch nicht sattsehen an diesen wunderschönen Landschaften :-) . Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Nach Jatiluwih sind meine Schwester und ihr Freund dann weitergefahren nach Munduk (auch so ein kleiner Ort in Zentralbali), während C. und ich uns auf den Heimweg begeben haben (man will die zwei ja nicht stören). Wieder getroffen haben wir uns dann vier Tage später zu unserer gemeinsamen Reise nach Gili Trawangan (eine von drei Mini-Insels zwischen Bali und Lombok), aber mehr dazu gibt’s im nächsten Post ;-) .
Noch ein kurzes Update: Sowie ich diesen Artikel zu Ende schreibe, sitze ich am Flughafen in Amsterdam und warte auf meinen Anschlussflug nach München (ganze fünf Stunden -.-) , was soviel heißt wie, ich bin ab heute wieder in der Heimat :-) . Ich werde noch ein bis zwei Artikel über Bali sowie einen Mini-Guide zu Indonesien (ist schon in Arbeit) online stellen, etwas, das ich schon früher machen wollte. In den letzten Tagen war ich leider aufgrund von Magen-Darm-Problemen (okay, ich sollte vielleicht doch nicht alles essen, auch wenn’s noch so lecker aussieht) zu nicht sehr viel fähig. Den Gewinner des 1. Feifei Gewinnspiel hab ich gemeinsam mit C. in einer Ziehung (Namen auf Zettel, Zettel in Topf, einen Zettel ziehen) ermittelt, es ist Fabian :-) . Herzlichen Glückwunsch!!
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