Archive | November, 2010

土楼

30 Nov

…oder da, wo der Tee, die Bananen und die Pomelos herkommen

Am Samstag ging’s endlich mal runter von der Insel (ja, Xiamen, also das “Haupt-Xiamen”, liegt auf einer Insel) und rein ins Landesinnere. Ich bin mit ein paar von meinen Studienkollegen zu den 土楼 (Tulou) gefahren, das sind die traditionellen Häuser des Hakka-Volkes, eines der acht hanchinesischen Volksgruppen. Diese Rundbauten (es gibt aber auch eckige) sind teilweise schon hunderte Jahre alt und wurden in den 1960er Jahren von den Amerikanern für Atomkraftwerke gehalten :D  hehe

Die Landschaft dort war wie im Paradies, auf sanften, grünbewachsenen Hügeln gab es Teeplantagen, Orangen- und Pomelobäume und Bananenplantagen soweit das Auge reicht. Das Wetter war auch perfekt, blauer Himmel, nur ein paar Wolken, warme Temperaturen. Alles in allem ein wunderschöner Tag :)

Die in den Hügeln liegenden Tulou:

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Innerhalb der Tulou:

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Gewürze?:

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Tee:

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时髦

27 Nov

…oder keine Sorge, ich bin noch am Leben :p

Sorry, dass ich so lange nichts von mir hören hab lassen, hatte diese Woche ziemlich viel zu tun. Heute hab ich einen Ausflug zu den 土楼 (Tulou) gemacht, das sind traditionelle, rundförmige Häuser des sogenannten Hakka-Volkes. Die Busfahrt dorthin hat knappe drei Stunden gedauert, aber es hat sich echt gelohnt. Ich habe Teeplantagen gesehen, unzählige Bananen-, Orangen- und Pomelobäume. Und dann diese alten rundförmigen Häuser dazwischen. So wunderschön sag ich euch ;) Fotos folgen natürlich.

Aber jetzt mal zu einem ganz anderen Thema, und zwar sind seit dem 23. November ja die H&M + Lanvin Sachen in den Läden, hat von euch wer ein Teil davon gekauft? In Xiamen gibt’s leider keinen H&M, aber ich hab mir die Sachen im Internet angesehen….so schön ohhh :)  was für ein Zufall, dass in nicht mal mehr zwei Wochen mein Geburtstag ist…hmmmmm ;)

Eines meiner Favoriten:

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Bild via

Ich bin am Überlegen, das Bild ausdrucken zu lassen und damit zu einem Schneider zu gehen, der das dann nachschneidern soll….ist ja nicht so teuer hier :)

上海上海

23 Nov

…oder yeeeeeaaaah Silvester in Shanghai :D

Mehr gibt’s dazu eigentlich auch nicht zu sagen. Zwei Freunde von mir und ich haben gestern endlich unseren Flug nach Shanghai für Silvester 2010/2011 gebucht (auf www.qunar.com für 690 Yuan, also ca. 75 Euro, falls das jemanden interessiert ;) ), wir fliegen am 29. Dezember hin und kommen am 3. Januar 2011 wieder zurück nach Xiamen, nur zwei Tage bevor’s für mich ganz ab nach Hause geht!

Und das Allerbeste überhaupt ist, dass meine Schwester und ihr Freund zu Silvester auch nach Shanghai kommen :) Was nun soviel bedeutet, wie mich kommt doch noch jemand in China besuchen :) (alle meinen anderen Hoffnungen wurden ja leider enttäuscht…pah!).

Ich freu mich schon ;)

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Bild via

Na, was sind eure Pläne für Silvester? Habt ihr schon welche (wenn ja, sicher nicht so coole wie ich hehe :p nur Spaß)?

信教

22 Nov

…oder Religion in China

Ich bin ja der Meinung, dass wir im alten “Westen” (sprich Europa) uns sehr viel vom Osten, also Asien, abschauen können. Eine Sache, die da ganz oben auf der Liste steht, ist das Religionsverständnis. Ich kann mich noch erinnern, als ich mich irgendwann in meinen ersten Semestern auf der Uni gefragt habe, welche Religion in China eigentlich am weitesten verbreitet ist. Die meisten Länder kann man ja gut einer der großen Weltreligionen zuordnen, aber China?! Buddhismus?!

Ich hab noch immer keine klare Antwort auf diese Frage gefunden, aber so langsam kristallisiert sich eine bestimmte Richtung heraus. Man kann Religion in China nicht einseitig sehen, Religion in China, so hab ich zumindest den Eindruck, ist vielfältig und hat keine klaren Grenzen. So haben viele Chinesen einen Altar mit kleinen Gottheiten zuhause, finden Jesus toll und lesen den Koran. Alles ist möglich. Man sucht sich einfach von jedem das Beste aus. Diese Einstellung find ich echt cool :D

Zwei meiner Studienkollegen und Freunde hier wohnen mit einer Taiwanesin zusammen, die zuhause einen kleinen Schrein mit Gottheiten stehen hat, denen sie regelmäßig “Opfergaben” bringt, und gleichzeitig an den Weihnachtsmann glaubt. Bevor sie ihr Kleidungsgeschäft letzten Monat eröffnet hat, hat sie einen “Halbgott” (chinesischer Hippie mittleren Alters, mit einem “Engel” verheiratet) befragt, welches Datum wohl das beste für die Eröffnung ist und dann, als es soweit war, hat sie einen kleinen Tisch mit Opfergaben für den “Business God” aufgestellt. Das Geschäft läuft anscheinend nicht schlecht, obwohl der Laden in der dunkelsten Ecke einer Mini-Gasse ist.

Viele Busfahrer hier in Xiamen haben neben sich kleine Götterstatuen stehen und darüber ein Jesus-Bild hängen. In sehr vielen Restaurants (sogar bei McDonald’s) findet man einen kleinen Schrein mit Kerzen, Räucherstäbchen, etc.

Mini-Altar mit Opfergaben (Sprite, Süßigkeiten,…):

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Kleine Götterstatuen (stehen für Reichtum, Glück, etc.):

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Ähnlicher Mini-Altar in einem meiner Lieblingsrestaurants (das gibt’s soo viele ;) ) :

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Geschäftseröffnungszeremonie:

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Nur so nebenbei: Die Opfergaben isst man dann irgendwann selbst :) …allein deswegen sind mir diese ganzen Zeremonien schon sympathisch hehe ;) .

Ich habe allgemein den Eindruck, dass die Leute hier viel spiritueller sind als bei uns. Wenn man bei uns sagt, man glaubt an Astrologie, wird man meist schief angesehen. Mit mir studieren auch viele junge Leute aus anderen Teilen Asiens (z.B. Indonesien), die mir oft erzählen, dass sie an Geister bzw. spirituelle Wesen glauben, aber trotzdem überzeugte Muslime, Christen, Buddhisten etc. sind.

Also liebes altes Europa: Religion ist vielfältig, das Christentum ist nicht die einzige Alternative, Leute, die an spirituelle Wesen glauben sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel und der Islam ist keine Bedrohung.

泰国水灯节

21 Nov

…oder mein erstes Loi Krathong Fest

An meiner Uni in Xiamen trifft man auf Studenten aus allen Teilen der Welt, manche von denen kommen aus Ländern, Regionen, Städten, von denen ich noch nie was gehört habe (Guam ist da so ein Beispiel….Kennt ihr Guam? Nein, das ist keine exotische Frucht, das ist eine Insel im Pazifik, gehört zu den USA).

Multikulti sozusagen. Und jeder bringt seine eigenen Traditionen mit. Ich finde das echt toll ;) Und so hab ich gestern mein erstes Loi Krathong Fest gefeiert. Loi Krathong ist ein thailändisches Lichterfest, das im November gefeiert wird. Soweit ich das verstanden habe, ehrt man da den Wassergott. Studenten aus Thailand haben das mit unserem Uni-Institut organisiert, es gab thailändische Snacks und Getränke, eine Thai-Boxing Show, einen Schönheitswettbewerb und vieles mehr. Am Ende konnte man so kleine Blumenfloße mit Kerzen und Räucherstäbchen drauf kaufen. Mit denen ist man dann zum Uni-See gegangen und hat sie ins Wasser gesetzt. Das sah so schön aus :)  aber irgendwie hat eines von den Flößchen Feuer gefangen, das Feuer ist dann auf ein paar andere übergesprungen und dann sind sie alle verbrannt…ich denke, das war nicht Teil des Plans :D

Mein Blumenflößchen:

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Blumenflößchen beim Davontreiben im See (bevor sie verbrannt sind):

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